Magnetische Wechselfelder
Magnetische Wechselfelder entstehen als Folge von fließendem elektrischem Wechselstrom in Installationen, Leitungen, Geräten, Transformatoren, Motoren, Maschinen, Spulen, Drosseln, Leuchten..., immer wenn Stromverbraucher eingeschaltet sind.
Maßeinheit
Magnetische Feldstärke, Ampere pro Meter (A/m), Magnetische Flussdichte, Tesla(T), gebräuchlich Mikrotesla (µT), in der Baubiologie Nanotesla (nT)
Frequenzbereich
>0 Hz bis 30 kHz (1 Hertz (Hz) = 1 Schwingung pro Sekunde, 1 kHz = 1.000 Hz)
Physikalisches Verhalten
Ein Magnetfeld tritt auf, wenn Strom fließt. Die Feldlinien ordnen sich dabei ringförmig um den Leiter an. Die Abnahme der Feldstärke ist mit der Entfernung u.a von der sog. Kompensation abhängig. Bei Einleitersystemen wie z.B. bei Ausgleichsströmen und Bahnstromanlagen erfolgt die Abnahme mit etwa 1/r, bei Zweileitersystemen mit etwa 1/r², bei Trafospulen mit etwa 1/r³ bis 1/r4.
Messtechnik
Isotrope Magnetfeldsonden möglichst mit Datenaufzeichnungsmöglichkeit (Datenlogger) und mit Frequenzfilter getrennt für 16,7 Hz und 50 Hz und/oder TCO-Band I (5 Hz - 2 kHz) und TCO-Band II (2 kHz - 400 kHz). Ggf. noch frequenzselektiv.
Feldreduktion
Magnetische Wechselfelder durchdringen fast alle Materialien ohne Verluste. Mit Hilfe von MU-Metalllegierungen und ähnlicher Materialien können die Magnetfeldlinien in einen vorgegebenen Raum gedrängt werden. Technische Kompensationen am Feldverursacher sind bis zu einem gewissen Grad möglich, doch unüblich für den Hausgebrauch. Wir empfehlen die Feldverursacher zu entfernen oder ausreichenden Abstand einzuhalten.
Baubiologische Richtwerte für den Schlafbereich
| Magnetische Wechselfelder | unauffällig | schwache Auffälligkeit | starke Auffälligkeit | extreme Auffälligkeit |
| Flussdichte (nT) | < 20 | 20 – 100 | 100 – 1.000 | 100 – 1.000 |
Werte gelten bis/um 50 Hz, Oberwellen und höhere Frequenzen sind kritischer zu bewerten




